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Das-Kapital-DIII1922 - DAS KAPITAL

D A S   K A P I T A L
Deutsche Originalausgabe / Verlag Otto Meissner
Das Kapital, Band III, 1922
1.
Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Von Karl Marx. Dritter Band, erster Teil. Buch III: Der Gesamtprozeß der kapitalistischen Produktion Kapitel I bis XXVIII. Herausgegeben von Friedrich Engels. Sechste Auflage. Hamburg Otto Meissners Verlag 1922.
XXVIII, 448 S.
2.
I Titel
III Vorwort, Friedrich Engels, London, 4. Oktober 1894
XXVII Inhaltsverzeichnis.
1 Drittes Buch. Der Gesamtprozeß der kapitalistischen Produktion. Erster Abschnitt. Die Verwandlung des Mehrwerts in Profit und der Rate des Mehrwerts in Profitrate.
120 Zweiter Abschnitt. Verwandlung des Profits in Durchschnittsprofit.
191 Dritter Abschnitt. Gesetz des tendenziellen Falls der Profirate.
250 Vierter Abschnitt. Verwandlung von Warenkapital und Geldkapital in Warenhandlungskapital und Geldhandlungskapital (kaufmännisches Kapital).
322 Fünfter Abschnitt. Spaltung des Profits in Zins und Unternehmergewinn. Das zinstragende Kapital.
3.
Druck: Manuldruck der Spamerschen Buchdruckerei in Leipzig
Erschienen: 1922
1.
Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Von Karl Marx. Dritter Band, zweiter Teil. Buch III: Der Gesamtprozeß der kapitalistischen Produktion. Kapitel XXIX bis LII Herausgegeben von Friedrich Engels. Sechste Auflage. Hamburg Otto Meissners Verlag 1922.
IV, 422 S.
2.
I Titel
III Inhaltsverzeichnis
1 Drittes Buch. Fünfter Abschnitt. Spaltung des Profits in Zins und Unternehmergewinn. Das zinstragende Kapital. (Fortsetzung.)
153 Sechster Abschnitt. Verwandlung von Surplusprofit in Grundrente.
349 Siebenter Abschnitt. Die Revenuen und ihre Quellen.
3.
Druck: Manuldruck der Spamerschen Buchdruckerei in Leipzig
Erschienen: 1922
1922 wurde der Faschist Benito Mussolini Regierungschef Italiens. Ende 1922 wurde in Moskau die Sowjetunion gegründet. Im Januar 1923 besetzten französische und belgische Truppen das Ruhrgebiet. Die Inflation in Deutschland steigerte sich zur Hyperinflation. Es kam zu Streiks und Hungerrevolten. Die Kommunistische Partei wollte einen Massenstreik gegen das bürgerliche Regime organisieren. Die Komintern plante die Revolution in Deutschland. Aber alle Versuche schlugen fehl.
Die Nachfrage nach dem Hauptwerke von Karl Marx in allen Ausgaben hielt unvermindert an. Die Leserschaft erwartete sich darin Erklärungen für die Systemkrise und Auswege daraus. Nur ein Jahr nach der Auflage von 1921 veröffentliche der Verlag Otto Meissner erneut die drei Bände des Werks gleichzeitig und in einheitlicher Aufmachung: Die zehnte Auflage von Band eins, die siebte von Band zwei und die sechste von Band drei.
Anders als die fünfte Auflage ist die sechste ein Manuldruck einer Ausgabe in der reformierten Rechtschreibung,, wahrscheinlich der vierten von 1911.
Beim 1913 patentierten Manuldruck wird die Originalvorlage auf eine lichtempfindliche Glasplatte übertragen (Schröder, Die Herstellung von Büchern und Zeitschriften, S. 139). Er ist sauberer, aber kostspieliger als der anastatische Nachdruck. Das Papier ist holzschliffhaltig, aber der Druck sauberer als bei den Auflagen zuvor.
Die Kriegsanleihen, die Reparationszahlungen an die Siegermächte und schließlich die Finanzierung des „passiven Widerstands“ gegen die Ruhrbesetzung führten 1923 zu einer Papiergeldschwemme.
Der Börsenverein der deutschen Buchhändler führte ein System ein, um die Buchpreise alle paar Wochen an die Hyperinflation anzupassen: Statt des Preises in Mark drückten die Verleger den Preis ihrer Bücher mit einer Grundzahl aus, die mit der vom Börsenverein laufend angepassten Schlüsselzahl multipliziert wurde, um den Tagespreis zu ermitteln. In einer ganzseitigen Anzeige im Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel vom 28. März 1923 gab der Verlag Meissner die Grundzahlen für den Verkauf seiner Bücher bekannt: 30 für die drei Bände von Das Kapital.
Bei einer Jahresinflationsrate von rund 10 000 Prozent Ende März 1923 kosteten die drei Bände von Das Kapital bei Meissner gebunden: Grundzahl 30 x Schlüsselzahl 2000 des Börsenvereins = 60 000 Mark. Am 15. November 1923 meldete das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel eine Schlüsselzahl von 330 Milliarden. Die drei Bände von das Kapital kosteten demnach 9,9 Billionen Mark. Am gleichen Tag erfolgte ein Währungsschnitt, der die Hyperinflation beendete.
Die drei Bände von 1922 waren die letzte Ausgabe von Das Kapital im Verlag Otto Meissner. Ende 1925 erloschen die Urheberrechte von Friedrich Engels und somit der Erben und des Verlags auf den zweiten und dritten Band sowie die bis heute kanonisierte vierte Auflage des ersten Bands. Meissner überließ anderen Verlagen das Geschäft mit Marx und wandte sich verstärkt der Lokalgeschichte und dem Fremdenverkehr zu.
Literatur:
Karl Marx, Ökonomische Manuskripte 1863 - 1867 Teil 1, Mega2, Bd. II.4.1, Berlin, 1988
Karl Marx, Ökonomische Manuskripte 1863 - 1867 Teil 2, Mega2, Bd. II.4.2, Berlin, 1992
Karl Marx, Ökonomische Manuskripte 1863 - 1867 Teil 3, Mega2, Bd. II.4.3, Berlin, 2012
Karl Marx, Friedrich Engels, Manuskripte und redaktionelle Texte zum dritten Buch des "Kapitals" 1871 bis 1895, Mega2, Bd. II.14, Berlin, 2003
Karl Marx, Das Kapital Kritik der politischen Ökonomie dritter Band Hamburg 1894, Mega2, Bd. II.15, Berlin, 2004
David Harvey, A Companion to Marx's Capital Volume 2, London, 2013

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